Nachdem der Wolfsburger Armwretler Dirk Schenker im April bei
der Europameisterschaft in Hanau den etwas undankbaren vierten Platz belegte,
schaffte er auf der WM in Ontario/Kanada endgültig den Sprung in die
Weltspitze. In einem starken Teilnehmerfeld kämpfte er sich bis ins
Finale und musste sich erst dort dem russischen Ausnahmeathleten Ibragim
Ibragimov geschlagen geben. Mit dem Gewinn der Vizeweltmeisterschaft reiht
er sich nach dem Gewinn der Bronzemedaile im Jahr 2001 in Finnland
endgültig in die Liste der erfolgreichesten deutschen Armwrestler ein,
die bisher auf einer WM unter die ersten Drei gekommen sind. Dies schafften
bisher Hagen Römer, Bill Frank, Stefan Metka, Udo Weiss und Dirk Schenker.
Bei den Frauen hat es bisher Petra Spatz geschaftt, die im vergangenen Jahr
in Illinois/USA mit dem linken Arm sogar Weltmeisterin wurde. Petra Spatz
hatte in diesem Jahr - nicht zuletzt durch die ganze organisatorische Arbeit
für die EM im eigenen Land - eine nicht ganz so gute Vorbereitung, erreichte
aber dennoch in Kanada unter den stärksten der Welt Platz vier. Da sie
in diesem Jahr jedoch ihr viertes Lebensjahrzehnt vollendet hatte, war sie
bei den Masters über vierzig startberechtigt, wo sie sowohl mit links
als auch mit rechts nicht zu schlagen war und sie somit als Doppelweltmeisterin
der Masters heimkehrte.
Aber auch talentierte junge Armwrestler aus Deutschland klopften
bei der internationalen Spitze an. Robert Kornek aus Karlsruhe kämpfte
sich in Kanada bis auf Platz sieben. Von ihm wird man mit Sicherheit in Zukunft
noch viel hören.
Insgesamt war es sowohl von der Organisation als auch von der
Besetzung ein sehr gutes Turnier mit über 600 Athleten aus 27 Ländern.
Winfried Lind
www.armwrestling.de
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