DM KDK vom 8. und 9. September 2000

Samstag

Einundzwanzig Frauen gingen am Samstag an den Start. Im Vorjahr waren es 20 Frauen, von einem deutlichen Aufwärtstrend kann also nicht die Rede sein.

Die im Bankdrücken ohnehin starke Marion Friedrich verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr in Beuge und Kreuzheben deutlich und belegte in der Klasse bis 44 kg Rang eins. Bei Ines Tronke, Siegerin in der nächsthöheren Klasse, ist extremes Potential vorhanden, so daß von ihr in der nächsten Zeit noch deutliche Verbesserungen zu erwarten sind.

Ursula Eschenasy stellte in der 52-kg-Klasse einen Seniorenrekord in der Kniebeuge auf.

Um die Verbesserung Ihres eigenen Deutschen Rekordes im Kreuzheben bemühte sich auch Sandra Korte. 181 kg sollten im 3. Versuch aufgelegt werden. Erst nach 3 weißen Lichtern stellte man fest, daß die Hantel lediglich mit 180,5 kg beladen war. In kürzester Zeit mußte Sandra den Versuch wiederholen. Es ist nicht leicht, nach so großer Freude und so tiefer Enttäuschung und Unverständnis noch einmal 100 % zu geben und so wurde der wiederholte 3. Versuch von Sandra als ungültig erklärt.

Sandra Korte: 157,5-75-180-412,5

Nur knapp entschied sich der Kampf um den 2. und 3. Platz zwischen Ines Naarmann und Sandra Fuchs.

Mit phantastischen Ergebnissen, inklusive eines Weltrekordes im Kreuzheben (214 kg im 4. Versuch) bestritt Birgit Fischer diesen Wettkampf und belegte in der Punktwertung den 2. Platz. Ebenso großartig kämpfte die sehr effizient hebende Anita Thimm und stellte Deutsche Rekorde in zwei Disziplinen und im Total sowie einen Masters-Europarekord auf!

Romy Schreiber, die sich bei der Frauen-WM in Argentinien auch als hervorragende Helferin erwies (Vielen Dank!)

Die Kaderathletinnen Eva-Maria Bachmeier und Michaela Näfe belegten die beiden ersten Plätze in der Klasse bis 67,5 kg.

Die stärkste Klasse war die bis 75 kg. Daniela Sell, punktbeste Athletin, verzögerte den Wettkampf bei den Abwärtsbewegungen ihrer Bankdrück-Versuche, steigerte sich in der Kniebeuge und errang den 1. Platz 125 kg vor Jeanett Schrievers von Adler Pfalzdorf.

Mit neuen Bestleistungen und dem dritten Platz ihrer Klasse lieferte Elke Dogruöz vom KSV Bochum nervenstark einen guten Wettkampf.


Monika Trumm, die für den CPSV Chemnitz startet, holte wertvolle Punkte für ihren Verein, belegte Platz eins Ihrer Klasse und freute sich über ihre neue Bestleistung im Dreikampf.

Erfolgreich bei ihrem Comeback in der offenen Klasse war auch Tina Schipke aus Zahna (427,5 kg).

Zum ersten Mal wurde die Frauen-Länderwertung durchgeführt. Hinter den Hessinen mit Daniela Sell und Anita Thimm belegten die Damen aus Nordrheinwestfalen und Sachsen-Anhalt die Ränge zwei und drei.

Dann gingen die schweren Männer an den Start. Nur jeweils 10 kg trennten die Plätze 1 bis 3 in der Klasse bis 100 kg. Uwe Haase siegte mit 790 kg und einem Deutschen Rekord im Bankdrücken vor Tanpinard und Zamecnik.

Die Klasse bis 110 entschied Torsten Mainka für sich.

82,5 kg mehr hob Jörg Herchenheim in der nächsthöheren Klasse, stellte in allen Kriterien neue Bestleistungen auf und hob die höchste Gesamtlast des Tages: 925 kg. Den zweiten Rang erkämpfte sich Andreas Koch (820 kg), so daß die beiden ersten Plätze an Powergym Wiesbaden ging.

Jörg Herchenheim bei seinem zweiten ersten Versuch, der ihm nach seinem Protest gewährt wurde. Sportlich einwandfrei: Die Offiziellen, allen voran Sprecherin Gabi Fuchs, sorgten dafür, das ihm ausreichend Zeit zur Erholung zwischen den Versuchen blieb

Andy Dörner beherrschte seine Klasse und sorgte für mächtige Stimmung in der Halle. Souverän beugte er 375 kg, die höchste Last des Tages. 50 kg weniger hob der KSV Bochumer Michael Jäger, der mit dieser Leistung den 2. Platz belegte.

Wie im Vorjahr hervorragend organisiert ging diese DM zu Ende. Zum Vorjahr verbessert war der Umstand, daß die Heber nicht auf eine erhöhte Hebebühne klettern mußten. In eigener Sache möchte ich hier anregen, die verwendeten Ständer doch einmal darauf zu prüfen, ob diese gerade für kleine Heber ausreichen tief zu stellen sind. Eine weitere Schwierigkeit kann darin liegen, daß die verstellbaren Höhenabstände einfach zu groß sind, oder die Hantel in einer tiefen Auskerbung liegt, so daß manche, gerade kleinere Heber, entweder mit dem Gewicht nicht aus dem Ständer kommen oder sich erst unter die Hantel falten müssen.

Vielen Dank an alle Beteiligten und  -wieder einmal- an Frank Müller, der im Wettkampf scheinbar unermüdlich etliche Heber und Heberinnen betreut und unterstützt.

 

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